Friedensdekade Göttingen 2018

Freitag, 9. November, 18 Uhr, Platz der Synagoge, Untere Maschstraße

Gedenkstunde am Mahnmal der zerstörten Synagoge
80 Jahre Novemberpogrome in Göttingen
Gedenkrede: Thomas Oppermann, Vizepräsident Deutscher Bundestag

 

Montag, 12. November, 19.30 Uhr (s.t.), Universität Göttingen, Zentrales Hörsaalgebäude Raum 004

99 Schritte zum Frieden. Zivile Wege zum Frieden! Wie geht das?                      
„Internationale Krisen werden fast  ausschließlich als Kriegsschauplätze zur Kenntnis genommen. Die „Zivilen Möglichkeiten der Konfliktbearbeitung in internationalen Krisen“ werden immer mal wieder benannt.  Aber was ist damit eigentlich genau gemeint? Geht es polemisch darum, „sich mit den Taliban auf die Yogamatte zu setzen“?  - Gewiss nicht, aber was gibt es an professionellen Ansätzen? Was sind die Möglichkeiten der Diplomatie, der UN,  OSCE, der Friedensfachkräfte, u.v.m.? Ist eine zivil – militärische Zusammenarbeit  möglich  und sinnvoll? Wer entscheidet über welche Einsätze und welche Mittel werden zur Verfügung gestellt?“

Diskussion und Aussprache: (P. Lutz Krügener, Friedensbeauftragter in der hannoverschen Landeskirche, Moderation)
Dr. Ute Finckh-Krämer -  (Ehem. MdB, Unterausschuss für Zivile Krisenprävention, Konfliktbearbeitung und vernetztes Handeln und stellvertretende Vorsitzende des Unterausschusses Abrüstung, Rüstungskontrolle und Nichtverbreitung. Ordentliches Mitglied im Auswärtigen Ausschuss und im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe.)
Jochen Neumann (Geschäftsführer der KURVE Wustrow, Bildungs- und Begegnungsstelle für Gewaltfreie Aktion, Entsendeorganisation für den „Zivilen Friedensdienst“)
In Zusammenarbeit vom Mentorat für Lehramtsstudierende, Evangelischer und Katholischer Hochschulgemeinde (ESG und khg)

 

Mittwoch, 14. November, 19.30 Uhr, Gemeindesaal St. Johannis, Johanniskirchhof 2

Autonome Waffen in der Kriegsführung als ethische Herausforderung

Seit jeher beeinflusst technischer Fortschritt das Wesen der Kriegsführung. Nach den Erfindungen von Schießpulver und Kernwaffen gilt hierbei heute die Entwicklung autonomer Waffensysteme als dritte Revolution der Kriegsführung. Dabei verlieren Menschen zunehmend ihre Entscheidungshoheit und physische Kontrolle an Maschinen im Krieg. Aber ist es auch ethisch vertretbar autonome Roboter anstelle von Menschen im Krieg einzusetzen? Welche sicherheitspolitischen Risiken bestehen? Und ist diese Delegation mit dem humanitären Völkerrecht vereinbar? Nein argumentiert die Kampagne ‚Stop Killer Robots‘ und fordert daher bei der UNO ein völkerrechtliches Verbot.

Referentin: Vanessa Müller       www.stopkillerrobots.org

 

Donnerstag, 15. November, 19.30 Uhr, Ev.-Reformierte Gemeinde, Untere Karspüle 11

Gewaltfrei für Frieden und Gerechtigkeit: Combatants of Peace - Ein Bündnis ehemaliger Kämpfer in Israel und Palästina

Die „Combatants of Peace“: Viele von ihnen haben durch Krieg und gegenseitige Gewalt unerträgliches Leid erfahren und Familienangehörige verloren. Sie wollen nicht mehr die Waffen aufeinander richten. Sie wollen mit Begegnungen und spektakulären Aktionen gewaltfrei für die Beendigung der Besatzung eintreten.

Seit 2006 organisieren sie z. B. gemeinsam mit „The Parents Circle Family Forum“ einen alternativen Erinnerungstag, an dem der Opfer beider Seiten gedacht wird und der von Jahr zu Jahr mehr Zuspruch findet.

Rainer Zimmer-Winkel stellt die Bewegung im Spannungsdreieck Israel - Palästina - Deutschland vor und fragt dabei auch nach unserem Umgang gewaltlos für den Frieden einzutreten.

Referent: Rainer Zimmer-Winkel, diAK e.V.  Israel I Palästina I Deutschland - zusammen denken
(Dt.-israel. Arbeitskreis Frieden für den Nahen Osten), https://diak.org/
Veranstalter: Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit

 

Mittwoch, 21.11., 18 Uhr, Ev.-Reformierte Kirche, Untere Karspüle11

Bittgottesdienst für den Frieden

Predigt: Pastor Christoph Rehbein (Hannover), Musik: Posaunenchor St. Johannis, Ltg. C.C. Brinkmann

 

Mittwoch, 21.11., 19.30 Uhr, Ev.-Reformierte Gemeinde, Untere Karspüle 11

"Aber man kann es einfach tun" 60 Jahre Aktion Sühnezeichen Friedensdienste.